Heute ist der 28.02.2026. Die britische Glücksspielkommission hat ihre Pläne zur Regulierung der Verwendung von Kryptowährungen in lizenzierten Online-Casinos bekannt gegeben. Diese Entwicklung könnte einen signifikanten Einfluss auf die Glücksspielbranche im Vereinigten Königreich haben, da das Land beabsichtigt, mehr Krypto-Aktivitäten unter die Aufsicht der Financial Conduct Authority (FCA) zu stellen. Tim Miller, der Exekutivdirektor der Kommission für Forschung und Politik, äußerte sich hierzu auf der Jahreshauptversammlung des Betting and Gaming Council in London.
Die Regulierungsbehörde möchte Krypto-Assets als Zahlungsoption für Verbraucher im regulierten Glücksspiel in Großbritannien ermöglichen. Unternehmen, die solche Aktivitäten durchführen, müssen eine Genehmigung der FCA gemäß dem Financial Services and Markets Act 2000 (FSMA) beantragen. Miller hat das Industry Forum gebeten, den besten Weg zur Einführung von Krypto-Zahlungen zu finden, ohne eine strikte Frist zu setzen. Dies könnte dazu beitragen, britische Glücksspieler vor illegalen Websites zu schützen, da Kryptowährungen häufige Suchbegriffe auf diesen Plattformen sind.
Künftige Entwicklungen und Fristen
Die Zulassung von Krypto-Zahlungen in lizenzierten Casinos bedeutet jedoch nicht automatisch, dass diese von britischen Aufsichtsbehörden reguliert werden. Die FCA hat eine Konsultation mit zehn Vorschlägen zu Kryptomärkten veröffentlicht, die voraussichtlich im März abgeschlossen sein wird. Die vollständige Umsetzung der neuen Regelungen wird für Oktober 2027 angestrebt. Unternehmen müssen vor dem Inkrafttreten des neuen Krypto-Lizenzierungssystems am 25. Oktober 2027 eine Genehmigung beantragen. Die Bewerbungsfrist für das neue Lizenzierungssystem beginnt voraussichtlich im September 2026. Krypto-Asset-Dienstleister, die diese Frist verpassen, fallen unter Übergangsregelungen, die bestehende Produkte zulassen, aber neue Angebote einschränken.
Einordnung der neuen Vorschriften
Die Einführung der neuen Regelungen erfolgt im Kontext umfassenderer gesetzlicher Vorgaben. Eine Geldwäscheverordnung, die am 10. Juli 2027 in allen EU-Mitgliedstaaten in Kraft tritt, wird ebenfalls die Glücksspielbranche betreffen. Diese Verordnung verweist auf technische Regulierungs- und Umsetzungsstandards, die von der Anti-Money Laundering Authority (AMLA) entwickelt werden, um die geldwäscherechtlichen Pflichten zu spezifizieren. Glücksspielanbieter sollten sich frühzeitig mit den neuen Vorschriften auseinandersetzen und eine Gap-Analyse ihres bestehenden Risikomanagementsystems durchführen. KPMG bietet Unterstützung bei Fragen zur Geldwäscheprävention an, was für Unternehmen von großem Nutzen sein könnte.
Insgesamt zeigt die Entwicklung in Großbritannien, dass die Regulierung von Kryptowährungen im Glücksspielsektor zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die bevorstehenden Regelungen könnten nicht nur die Sicherheit der Spieler erhöhen, sondern auch die Transparenz und Integrität der Branche stärken. Informationen zu diesen Entwicklungen finden Sie auch in der Quelle von TradingView sowie bei KPMG.