Heute ist der 2.03.2026 und die Welt der digitalen Vermögenswerte erlebte in den letzten Monaten eine spannende Entwicklung, die viele Augen auf den Krypto-Markt lenkt. Trotz stagnierender Krypto-Preise zeigen sich große Banken unbeeindruckt und setzen ihre Pläne zur Erweiterung der Infrastruktur im Bereich der Kryptowährungen fort. So haben Morgan Stanley und Citi angekündigt, ihre Bemühungen in der Verwahrung, im Staking und in der Tokenisierung von digitalen Vermögenswerten erheblich auszubauen. Diese Initiativen sind besonders bemerkenswert, da sie in einer Zeit stattfinden, in der der Markt insgesamt schwach ist (Source 1).
Morgan Stanley hat am 18. Februar 2026 einen Antrag auf eine nationale Treuhandbank-Lizenz eingereicht, um digitale Vermögenswerte zu verwahren und Staking sowie Handel für Investitionskunden anzubieten. Zusätzlich plant das Unternehmen die Einführung einer eigenen digitalen Geldbörse in diesem Jahr. Citi hingegen verfolgt ein ähnliches Ziel: Noch in diesem Jahr soll eine institutionelle Bitcoin-Verwahrung eingeführt werden, die es ermöglicht, Bitcoin in die bankgerechte Verwahrung, Berichterstattung und Steuerabläufe zu integrieren. Der Aufbau dieser Infrastruktur wird von Nisha Surendran geleitet und wurde sogar auf dem World Strategy Forum vorgestellt, um „Bitcoin bankfähig zu machen“ (Source 2).
Integration in die traditionelle Finanzwelt
Die Bestrebungen der Banken zielen darauf ab, digitale Vermögenswerte in die bestehende Finanzinfrastruktur zu integrieren. Citi hat angekündigt, ein einheitliches Service-Modell anzubieten, das es den Kunden ermöglicht, Kryptowährungen zusammen mit traditionellen Vermögenswerten wie Aktien und Anleihen zu verwalten. Bitcoin-Positionen sollen dabei in dieselben Berichtswege und Steuerabläufe wie herkömmliche Anlagen integriert werden. Damit wollen die Banken den Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht werden, die keine Wallets oder Schlüssel verwalten möchten (Source 2).
Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist der Cross-Margin-Handel, der es ermöglicht, Kryptowährungen zusammen mit traditionellen Vermögenswerten zu handeln. Mit einer zukünftigen Kontostruktur, die mehrere Vermögensarten unter einem Master-Safekeeping-Konto bündelt, möchten die Banken eine umfassende Lösung für ihre Kunden anbieten. Auch Barclays und JPMorgan zeigen Interesse an der Tokenisierung und haben bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen (Source 1).
Regulatorische Rahmenbedingungen und Chancen
Die Entwicklungen bei den großen Banken sind nicht nur technischer Natur, sondern stehen auch im Kontext regulatorischer Veränderungen. Seit 2021 gibt es das Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG), das die elektronische Emission von Wertpapieren ermöglicht. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für Banken, die zwischen Zentralregisterwertpapieren und Kryptowertpapieren unterscheiden können. Letztere werden digital in einem Kryptowertpapierregister auf der Blockchain emittiert und können auf verschiedene Arten verwahrt werden. Dies zeigt, dass der Krypto-Sektor zunehmend an Bedeutung gewinnt und sich in die traditionelle Finanzwelt eingliedert (Source 3).
Insgesamt lässt sich sagen, dass trotz der aktuellen Marktsituation die großen Banken weiterhin an der Entwicklung und Integration von digitalen Vermögenswerten in ihre Dienstleistungen arbeiten. Die Nachfrage der Kunden und die regulatorischen Rahmenbedingungen ermöglichen es den Instituten, innovative Lösungen zu entwickeln, die sowohl die Verwaltung von Krypto als auch die Integration in die bestehende Finanzinfrastruktur fördern.