Die Krypto-Regulierung in den USA steckt in der Warteschleife. Der Entwurf zum Clarity Act, der für viele Anleger und Unternehmen von großer Bedeutung ist, lässt weiterhin auf sich warten. Laut aktuellen Berichten wird die Veröffentlichung des Entwurfs frühestens nächste Woche erwartet. Senator Thom Tillis hat bereits klargestellt, dass er die Erwartungen dämpfen möchte, während sich die Diskussionen um die Belohnungen für das Halten von Stablecoins zuspitzen.

Der vorliegende Entwurf sieht vor, dass Anleger für das bloße Halten von Stablecoins keine Renditen erhalten dürfen. Renditen sollen nur für „aktive“ Tätigkeiten, wie beispielsweise Transaktionen, gestattet sein. Diese Regelung könnte jedoch erhebliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell von Krypto-Unternehmen wie Coinbase haben, die sich vehement gegen diese Einschränkungen aussprechen.

Streit um Zinsen für Stablecoins

Die US-Banken sind besorgt über die möglichen Folgen, wenn Stablecoins hohe Zinsen anbieten. Bankenverbände betreiben massive Lobbyarbeit gegen das geplante Verbot der Zinszahlungen, denn sie fürchten um ihre Marktanteile. Der GENIUS Act, der Zinszahlungen für Stablecoin-Herausgeber verbietet, hat dazu geführt, dass Drittanbieter sich in einer rechtlichen Grauzone befanden. Der Clarity Act soll diese Unklarheiten nun beseitigen.

Die Gespräche im Weißen Haus, die in den letzten Wochen stattfanden, haben bisher zu keiner Einigung geführt. Das Ziel, den Gesetzesentwurf bis Ende 2026 zu verabschieden, ist daher gefährdet. Senator Tillis und Angela Alsobrooks suchen nach einem Kompromiss, der möglicherweise die Nutzung von Stablecoins als Sparkonto-Ersatz in den USA beenden könnte. Anleger scheinen vorerst auf der Seitenlinie zu bleiben und beobachten die Entwicklungen mit Argusaugen.

Wichtige Fristen und Herausforderungen

Der Clarity Act steht vor einer entscheidenden 14-tägigen Frist für Fortschritte. Senator Tillis wird diese Woche einen neuen Entwurf zu den Renditen stabiler Münzen präsentieren. Banken und Kryptofirmen sind sich jedoch uneinig über die vorgeschlagenen Renditevorschriften. Der Entwurf zielt darauf ab, Spannungen zwischen Banken und Krypto-Unternehmen abzubauen und wird die Debatte über die Zulässigkeit von Renditen für Stablecoin-Bestände fokussieren.

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Der Senat kehrt am 13. April 2026 aus seiner Pause zurück, und das Krypto-Gesetz wird noch in diesem Monat im Bankenausschuss diskutiert. Es bleibt abzuwarten, ob der Gesetzentwurf diese Woche vorgelegt wird. Ein Scheitern bis Ende April könnte bedeuten, dass der Clarity Act für den Rest des Jahres auf Eis gelegt wird. Die CFTC hat bereits ihre Task Force bekannt gegeben, und erste Fortschritte in den Gesprächen lassen hoffen, dass der Widerstand in der Branche nachlässt.

Insgesamt zeigt sich ein wachsendes Interesse der Regulierungsbehörden und führenden Kryptounternehmen, ein stabiles rechtliches Rahmenwerk einzuführen, sollte das Gesetz verabschiedet werden. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um zu klären, ob der Clarity Act die dringend benötigte Klarheit in der Krypto-Regulierung bringen kann.