Heute, am 7.03.2026, stehen viele Krypto-Investoren in den USA vor neuen Herausforderungen. Coinbase hat kürzlich Bedenken über die neuen Steuerberichterstattungsanforderungen geäußert, die als übermäßig belastend und unnötig kompliziert für das Steuersystem angesehen werden. Diese Anforderungen betreffen nicht nur große Transaktionen, sondern auch die kleineren, alltäglichen Käufe, die viele Einzelhandelskunden tätigen. Insbesondere die Berichterstattung über Transaktionen in Stablecoins und die geringen Netzwerkgebühren (Gas) müssen ebenfalls gemeldet werden. Coinbase plant, neue 1099-DA-Formulare an Millionen amerikanischer Krypto-Investoren zu versenden, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Lawrence Zlatkin, VP für Steuern bei Coinbase, hat die Belastung für Einzelhandelskunden kritisiert, die häufig mit kleinen Transaktionen konfrontiert sind. Es ist wichtig zu beachten, dass Coinbase der IRS nur die Bruttoerlöse aus digitalen Vermögensverkäufen melden wird, nicht den Nettowert oder die Kostenbasis. Das bedeutet, dass Trader ihre Krypto-Akquisitionskosten selbst hinzufügen müssen. Um diese Komplexität zu verringern, plant Coinbase, ab dem nächsten Steuerjahr die Kostenbasis für Kunden zu berechnen. Dennoch bleibt die Herausforderung, Krypto und traditionelle Finanzberichterstattung anzugleichen. Besonders problematisch wird die Überberichterstattung bei Stablecoin-Transaktionen gesehen, da hier oft große Erlöse ohne entsprechende Kostenbasis auftreten.

Wichtige Informationen zu Form 1099-DA

Das Formular 1099-DA wird von Coinbase und anderen Börsen verwendet, um Kapitalgewinne und -verluste aus digitalen Vermögenswerten an die IRS zu melden. Es ist ein Informationsformular, das bedeutet, dass Steuerzahler ihre Kapitalgewinne und -verluste auf dem Formular 8949 melden müssen. Coinbase ist nicht verpflichtet, die Kostenbasis an die IRS zu melden; lediglich die Erlöse aus Verkäufen werden angegeben. Dies kann zu Ungenauigkeiten führen, da Coinbase nur die Transaktionen auf ihrer Plattform nachverfolgt. Verkäufe, die auf anderen Börsen getätigt wurden, bleiben unberücksichtigt.

Ein Beispiel verdeutlicht das Problem: Wenn ein Nutzer Bitcoin (BTC) auf einer anderen Börse kauft und es dann auf Coinbase verkauft, wird die ursprüngliche Kostenbasis nicht gemeldet. Daher sollten Nutzer ihre gesamte Transaktionshistorie über alle Börsen und Wallets hinweg verfolgen, um eine genaue Kostenbasis zu gewährleisten. Das 1099-DA-Formular wird an einige Nutzer bis zum 19. März versendet, und es ist ratsam, auf dieses Formular zu warten, bevor die Steuererklärung eingereicht wird. Es gibt kein Mindestlimit für den Erhalt des Formulars; einige Nutzer haben es bereits für Erlöse von lediglich 2 Cent erhalten.

Regulierungen durch das Bundesministerium der Finanzen

In Deutschland hat das Bundesministerium der Finanzen neue Vorgaben zu den ertragsteuerrechtlichen Mitwirkungs- und Aufzeichnungspflichten bei Kryptowerten erarbeitet. Diese neuen Vorgaben bieten Steuerpflichtigen Hilfestellung bei der Dokumentation und Erklärung ihrer Einkünfte. Die Finanzämter erhalten Hinweise zur Prüfung und Veranlagung entsprechender Steuererklärungen. Der Begriff „virtuelle Währungen und sonstige Token“ wurde durch „Kryptowerte“ ersetzt, um den aktuellen Gegebenheiten besser Rechnung zu tragen.

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Die neuen Vorschriften ersetzen das vorherige BMF-Schreiben vom 10. Mai 2022 und beinhalten detaillierte Informationen zu Steuerreports und den Ansätzen von sekundengenauen und Tageskursen. Dies ist besonders wichtig für Krypto-Investoren, die ihre Steuererklärungen korrekt ausfüllen möchten. Auch wenn Non-Fungible Tokens (NFTs) und Liquidity Mining nicht im BMF-Schreiben enthalten sind, plant das Bundesministerium der Finanzen, weiterhin an ertragsteuerrechtlichen Fragen zu Kryptowerte zu arbeiten und das Schreiben entsprechend zu ergänzen.

Insgesamt zeigt sich, dass sowohl in den USA als auch in Deutschland die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen komplex und herausfordernd ist. Krypto-Investoren sind gut beraten, sich umfassend über die aktuellen Regelungen zu informieren, um mögliche Probleme bei der Steuererklärung zu vermeiden. Weitere Informationen zu den neuen Vorgaben in Deutschland finden Sie im offiziellen Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen.

Für Krypto-Investoren ist es essenziell, ihre steuerlichen Verpflichtungen ernst zu nehmen und sich über die neuen Anforderungen zu informieren, um mögliche Nachteile zu vermeiden.