In der Stadt Kennewick, Washington, wird eine neue Verordnung zur Regulierung von Bitcoin-ATMs intensiv diskutiert. Diese Automaten ermöglichen den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen, erfreuen sich zwar großer Beliebtheit, sind jedoch aufgrund ihrer Anonymität besonders anfällig für Betrügereien. Die Stadt hat bereits erhebliche finanzielle Verluste durch Betrugsfälle im Zusammenhang mit diesen Automaten erlitten. Aktuell gibt es in Kennewick 16 Bitcoin-ATM-Standorte, die sich hauptsächlich in Supermärkten und Convenience-Stores befinden. Detective Remie Rees von der Kennewick Police Department wird die Problematik bei einer Präsentation im Kennewick City Hall ansprechen.

Ein Bericht vom 10. März zeigt, dass Kennewick einen alarmierenden Anstieg der Betrugsfälle im Zusammenhang mit Bitcoin-ATMs verzeichnet hat. Insgesamt wurden Verluste von 923.771 US-Dollar aus 37 Fällen gemeldet, und die Verluste nehmen jährlich zu. Im Jahr 2026 wurden bereits vier Fälle mit einem Verlust von 132.840 US-Dollar registriert. Besonders betroffen sind ältere Erwachsene, insbesondere Personen im Alter von 70 bis 79 Jahren, die häufig Opfer dieser Betrügereien werden. Bemerkenswerte Verluste umfassen 140.000 US-Dollar durch einen 60-Jährigen im Jahr 2025 und 100.000 US-Dollar durch einen 78-Jährigen im Jahr 2026. Die vorgeschlagene Verordnung soll den Strafverfolgungsbehörden helfen, verlorene Gelder durch Betrug zurückzugewinnen. Weitere Informationen zu dieser Verordnung finden Sie hier.

Wachsende Betrugsmaschen

Die Situation ist nicht nur in Kennewick besorgniserregend. Im Jahr 2025 verloren Amerikaner insgesamt über 333 Millionen Euro durch Betrug an Bitcoin-Automaten, und das FBI meldete in diesem Zeitraum über 12.000 Beschwerden zu Bitcoin-Automaten-Betrug. Im Vergleich zum Vorjahr verdoppelten sich die Meldungen zu Betrügereien. In der ersten Hälfte des Jahres 2024 wurden in den USA Verluste von über 65 Millionen US-Dollar durch Krypto-Betrugsmaschen verzeichnet. Besonders ältere Menschen sind häufig Opfer von Betrugsmaschen, die auf Telefontricks basieren, und Senioren über 60 Jahre sind dreimal häufiger betroffen als jüngere Erwachsene.

Die gängigsten Betrugsmaschen sind vielfältig: neben dem QR-Code-Betrug, bei dem gefälschte QR-Codes verwendet werden, um Geld an Betrüger zu leiten, gibt es auch den sogenannten Tinder-Trading-Scam, bei dem Betrüger romantische Kontakte knüpfen und ihre Opfer zu Krypto-Investments drängen. Die Unumkehrbarkeit von Kryptotransaktionen stellt ein zusätzliches Risiko dar, da einmal bestätigte Zahlungen nicht rückgängig gemacht werden können. Die häufigsten Opfer bringen Betrug häufig aus Scham nicht zur Anzeige, was die Dunkelziffer erhöht. Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in einem umfassenden Bericht hier.

Globale Dimensionen und Sicherheitsmaßnahmen

Die Problematik des Krypto-Betrugs hat globale Dimensionen angenommen. Weltweit werden Schäden von rund 70 Milliarden Euro durch Betrug mit Krypto-Anlagen verzeichnet. Tägliche neue Opfer sind auch in Deutschland zu beobachten. Täter greifen häufig auf psychologisch ausgeklügelte Methoden zurück, und Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock berichtet von systematischen Angriffen aus Betrugszentren in Regionen mit schwacher staatlicher Überwachung. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz für Deep Fakes in Betrugsfällen wird zunehmend problematisch.

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Um sich gegen Bitcoin-ATM-Betrug zu schützen, sollten Nutzer nur lizenzierte Automaten verwenden, QR-Codes und Wallet-Adressen manuell überprüfen, die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren und Hardware-Wallets für größere Beträge nutzen. Verdächtige Vorfälle sollten sofort gemeldet werden, um das Risiko weiterer Betrugsfälle zu minimieren. Diese Schutzmaßnahmen sind entscheidend, um die Sicherheit im Umgang mit Kryptowährungen zu gewährleisten und die Anzahl der Opfer zu reduzieren. Weitere Informationen zu den globalen Betrugsfällen finden Sie hier.