Heute ist der 22.02.2026. In der Welt der Kryptowährungen ist das Unternehmen Strategy (ehemals MicroStrategy) unter der Leitung von Michael Saylor ein bedeutender Akteur, insbesondere in Bezug auf Bitcoin (BTC). Saylor, der Hauptaktionär und Executive Chairman von Strategy, hat seit dem zweiten Quartal 2020 die Anzahl der ausstehenden Class A Aktien von 76 Millionen auf beeindruckende 314 Millionen erhöht, was einer Steigerung von 313% entspricht. Diese massive Verwässerung der Aktien ist die größte unter großen US-Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von über 10 Milliarden USD. Zum Vergleich: Der nächstgelegene Konkurrent, Wayfair, hatte eine Verwässerung von lediglich 30% (AOL).

Strategy verfolgt ein einzigartiges Modell, das darauf abzielt, die Menge an Bitcoin pro Aktie (BPS) konstant zu erhöhen. Bis 2025 stiegen die Aktien von Strategy um das Siebenfache, während Bitcoin nur um 2,8 Mal zulegte. Saylor konnte durch den Verkauf von Aktien zu hohen Preisen mehr Bitcoin erwerben, was die BPS erhöhte. Im Sommer 2025 hatte die BPS für 1.000 Aktien von 1,5 auf 2,12 Bitcoin zugenommen. Trotz dieser Erfolge erlebte Strategy jedoch einen dramatischen Rückgang der Aktienkurse um 72%, während Bitcoin um 51% fiel. Um die BPS stabil zu halten, hat Saylor begonnen, bevorzugte Aktien auszugeben, nachdem die Aktienpreise gefallen sind.

Finanzielle Herausforderungen und Strategien

Im Jahr 2025 sammelte Strategy 16,5 Milliarden USD durch Aktienverkäufe und wurde der größte Emittent von bevorzugten Aktien in den USA. Das Unternehmen hat jedoch auch Schulden in Höhe von 8,2 Milliarden USD und muss bis 2028 6 Milliarden USD refinanzieren. Die bevorzugten Aktien haben eine durchschnittliche Rendite von über 10%, was jährliche Dividendenkosten von 888 Millionen USD verursacht. In den letzten zwei Jahren hat Strategy 30% an Wert verloren und gilt als riskante Investition. Saylor sieht sich der Herausforderung gegenüber, dass die Aktien nicht mehr steigen, um seine Finanzierungsstrategie aufrechtzuerhalten (Coindesk).

Aktuell hält Strategy 714.644 BTC, die etwa 49,3 Milliarden USD wert sind, seit das Unternehmen Bitcoin 2020 als Treasury-Asset eingeführt hat. Diese Bitcoin-Bestände sind mehr als achtmal so hoch wie die Schulden von etwa 6 Milliarden USD, die in Form von etwa 86.956 BTC bilanziert werden. Strategy hat jedoch Bedenken geäußert, dass ein Preisverfall von Bitcoin auf 8.000 USD die Marktpreise negativ beeinflussen könnte. Selbst bei einem solchen Rückgang würden die Bitcoin-Bestände noch immer mit 6 Milliarden USD bewertet werden, was die Schulden abdecken könnte. Die Rückzahlung der Schulden ist über die Jahre 2027 und 2032 verteilt, was eine gestaffelte Zahlung ermöglicht.

Marktposition und Konkurrenz

Die aktuelle Marktsituation ist jedoch angespannt. Bitcoin hat einen Preisrückgang von über 126.000 USD auf fast 60.000 USD erlebt. Kritiker weisen darauf hin, dass, während 8.000 USD BTC die Schulden decken könnte, Strategy rund 54 Milliarden USD für seine Bitcoin-Bestände ausgegeben hat, was einem durchschnittlichen Preis von 76.000 USD pro BTC entspricht. Ein Rückgang auf 8.000 USD würde also einen Papierverlust von 48 Milliarden USD bedeuten und die Bilanz erheblich belasten. Die aktuellen Bargeldreserven decken nur etwa 2,5 Jahre der Schulden- und Dividendenzahlungen ab, während das Softwaregeschäft von Strategy jährlich nur etwa 500 Millionen USD generiert, was nicht ausreicht, um 8,2 Milliarden USD in wandelbaren Anleihen und 8 Milliarden USD in bevorzugten Aktien zu managen (Börse Online).

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Insgesamt halten 134 börsennotierte Unternehmen Bitcoin, wobei sich die Zahl im ersten Halbjahr mehr als verdoppelt hat. MicroStrategy ist mit 592.345 BTC der größte Bitcoin-Halter. Die Diskussion um den tatsächlichen Mehrwert von BTC-Holdings und deren Bewertung im Verhältnis zum Nettovermögen (NAV) ist aktueller denn je. Die Unsicherheiten am Markt und die volatile Natur von Bitcoin werfen Fragen auf, wie Unternehmen wie Strategy ihre Finanzierungsstrategien in der Zukunft gestalten werden.