Heute ist der 15.02.2026 und der Bitcoin-Markt zeigt sich in einer fragilen Phase. Er schwankt zwischen Versuchen sich zu erholen und einer allgemeinen Unsicherheit auf makroökonomischer Ebene. Diese Bewegungen deuten darauf hin, dass wir uns in einem Übergang von euphorischer Expansion zu einem Zustand befinden, der noch nicht vollständig in die Kapitulation übergegangen ist. Der aktuelle Preis von Bitcoin liegt bei etwa 70.000 US-Dollar, was einem Anstieg von fast 2% innerhalb des letzten Tages entspricht. Doch die Situation ist angespannt: Es gibt einen Konflikt zwischen langfristigen Haltern und kurzfristigen Spekulanten, was die Preisentwicklung zusätzlich beeinflusst.
Eine wichtige Kennzahl in diesem Kontext ist der Cumulative Value – Days Destroyed (CVDD), der seit 2012 die Markttiefs von Bitcoin identifiziert hat. Aktuell liegt der CVDD-Wert bei 45.225 US-Dollar und wird als eine Zone mit tiefem Wert und bedeutender struktureller Unterstützung angesehen. Historisch gesehen neigt der Bitcoin-Preis dazu, sich der CVDD-Linie zu nähern oder sogar kurz darunter zu fallen, bevor eine Erholung einsetzt. Diese Kennzahl, die von Satoshi Nakamoto entwickelt wurde, analysiert das Verhalten langfristiger Halter und kann somit entscheidende Hinweise auf den Marktverlauf geben. Wenn Bitcoin über dem CVDD gehandelt wird, zeigt dies einen gesünderen Markt an; nähert sich der Preis jedoch der CVDD-Linie, wird die Stimmung pessimistisch.
Die Zyklen von Bitcoin
Bitcoin ist bekannt für seine zyklischen Preisbewegungen, die von Boom- und Bust-Phasen geprägt sind. Zwei entscheidende Kennzahlen zur Identifizierung des Wertes von Bitcoin sind der CVDD und der Terminal Price, der das langfristige Preisoberlimit darstellt. Der CVDD signalisiert, wenn der Markt unterbewertet ist, insbesondere wenn der Preis auf diese Linie fällt. Dies kann eine hervorragende Gelegenheit zum Kauf darstellen. Der Terminal Price hingegen zeigt oft an, dass der Markt überhitzt ist, was in der Regel mit Korrekturen einhergeht.
Die Preisschwankungen von Bitcoin sind nicht nur durch das Angebot von 21 Millionen Coins bedingt, die eine gewisse Knappheit erzeugen, sondern auch durch die Marktstimmung, die stark von Angst und Gier beeinflusst wird. Bitcoin tendiert dazu, in verschiedenen Phasen des Marktes zu agieren, die sich von der Akkumulationsphase über Wachstumsphasen bis hin zu Distributions- und Abkühlungsphasen erstrecken. Diese Phasen sind oft heftiger und schneller als in traditionellen Märkten.
Strategien zur Marktbeobachtung
Um die Trends im Bitcoin-Markt zu nutzen, ist es ratsam, verschiedene Analysetools zu berücksichtigen. Neben dem CVDD und dem Terminal Price sollten auch On-Chain-Analysetools wie MVRV, SOPR und NUPL sowie Marktstimmungsindikatoren wie der Fear & Greed Index in die Betrachtung einfließen. Makroökonomische Faktoren wie Zinssätze und regulatorische Nachrichten können ebenfalls erheblichen Einfluss auf den Preis haben. Durch Strategien wie Dollar-Cost Averaging (DCA) kann man gezielt investieren, indem man nahe dem CVDD ansammelt und bei Erreichen des Terminal Price Positionen überdenkt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Beobachtung des Bitcoin-Marktes eine Kombination aus Geduld, Marktanalyse und strategischem Handeln erfordert. Die Zyklen von Bitcoin sind zwar ein nützliches Hilfsmittel, doch die Komplexität und Reife des Marktes machen eine präzise Vorhersage zunehmend herausfordernd.
Weitere Informationen und detaillierte Analysen finden Sie in den Quellen: TradingView, Onchainmind, und Finst.