Heute ist der 16.02.2026, und die Welt des Schiffbaus steht vor einer aufregenden Transformation. In einer wegweisenden Partnerschaft hat HD Korea Shipbuilding & Offshore Engineering (HD KSOE) Siemens als bevorzugten Partner ausgewählt. Ziel dieser Zusammenarbeit ist die Entwicklung einer integrierten Plattform, die den gesamten Schiffbauprozess als einen einzigen Datenfluss verwaltet. Diese Plattform wird HD Hyundais „Future of Shipyard“-Projekt unterstützen, das bis 2030 abgeschlossen sein soll. Der Fokus liegt darauf, Datenabbrüche in den Design- und Produktionsprozessen zu beseitigen und die Zusammenarbeit zwischen den Ingenieur- und Fertigungsfunktionen zu verbessern.

Die neue digitale Strategie basiert auf Siemens Xcelerator und soll eine konsistente digitale Verbindung vom Design über die Produktion bis hin zur Wartung schaffen. Ein zentrales Anliegen ist es, Ineffizienzen und Fehler zu reduzieren, was durch die Verbindung von Computer-Aided Design (CAD), Produktlebenszyklusmanagement (PLM), digitaler Fertigung, Automatisierung und Simulation erreicht werden soll. Diese integrierte Plattform wird auch virtuelle Überprüfungen von Planungs-, Bau-, Erweiterungs- und Änderungsaktivitäten ermöglichen. Zudem plant HD Hyundai, modellbasierte Ingenieurlösungen zu implementieren, um die Zusammenarbeit zwischen den Teams zu verbessern.

Die Herausforderungen im Schiffbau

Der Schiffbau ist ein komplexer Prozess, der von der Herstellung einzigartiger, kundenindividueller Spezialschiffe geprägt ist. Deutsche Werften stehen unter hohem Kosten- und Termindruck, was die Effizienz oft hemmt. Komplexität, Kommunikationsbrüche und zeitaufwendige Abläufe sind Herausforderungen, mit denen die Branche konfrontiert ist. Standardisierte Systeme zur Betriebsdatenerfassung (BDE) und zur Maschinensteuerung (ME) decken oft nicht die spezifischen Anforderungen ab. Daher ist eine Integration von ERP, PLM und CAD sowie das Aufbrechen von Datensilos unerlässlich.

Die Notwendigkeit, Design- und Produktionsinformationen zu verbinden, wird auch von Vertretern von HD KSOE betont. Die neue Plattform soll Datenverbindungen minimieren und die automatische Integration von Designänderungen in die Produktionsplanung ermöglichen. Diese Herangehensweise zielt auf eine datengetriebene Prozessverwaltung ab, die Fehlerquellen eliminiert und die Effizienz steigert. Das langfristige Ziel dieser Initiative ist die Entwicklung einer intelligenten, autonomen Werft.

Technologische Innovationen und der Weg zur Industrie 4.0

Ein hervorstechendes Merkmal der neuen Plattform ist die Anwendung von „Physical AI“ und Reinforcement Learning, um eine digitale Umgebung für Werften und Schiffe zu schaffen. Die Plattform wird synthetische Daten nutzen, um die Anwendung in der Produktion zu optimieren. Die erste Phase des „Future of Shipyard“-Projekts wurde bereits im Dezember 2023 erfolgreich abgeschlossen, und die detaillierte Entwicklung der Plattform beginnt nun im Jahr 2026. Der Plan sieht vor, die neuen Technologien zunächst in inländischen Werften bis 2028 anzuwenden, gefolgt von einer internationalen Expansion.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Schließlich zielt die Plattform nicht nur darauf ab, die Effizienz zu steigern, sondern auch eine Datenbasis für Prognosen und Simulationen in Planung und Steuerung zu schaffen. Durch den kontinuierlichen Soll-Ist-Abgleich, der durch das Scannen von 2D-Barcodes ermöglicht wird, kann eine signifikante Produktivitätssteigerung erreicht werden. Die Werften werden in der Lage sein, bessere Entscheidungen über alle Ebenen hinweg zu treffen, was letztlich die Wettbewerbsfähigkeit im Spezialschiffbau stärkt.

Insgesamt wird die Partnerschaft zwischen HD KSOE und Siemens als Katalysator für eine neue Ära im Schiffbau angesehen, die durch digitale Transformation, innovative Technologien und eine verbesserte Integration von Design und Produktion geprägt ist. Weitere Informationen zu dieser spannenden Entwicklung finden Sie in den Quellen: Siemens News und Asia Economy.