Die britische Finanzaufsicht FCA hat kürzlich neue Regeln für Stablecoin-Emittenten und Krypto-Verwahrer veröffentlicht, die im Rahmen einer umfassenden Initiative zur Regulierung der Kryptoindustrie in Großbritannien entstehen. Diese neuen Vorgaben zielen darauf ab, klare Schwellenwerte und Sicherheitsstandards zu etablieren, um die Stabilität und Sicherheit von Stablecoins zu gewährleisten. Ab dem ersten Quartal 2026 werden vier Unternehmen, darunter Revolut, die neuen Regeln im Regulatory Sandbox testen, bevor das neue Regime offiziell im Oktober 2027 in Kraft tritt. Ziel ist es, London als einen führenden Krypto-Hub zu positionieren und gleichzeitig Rechtssicherheit zu schaffen, insbesondere für Sterling-Stablecoins.

Die FCA hat in ihrer Konsultation CP26/4, die im Januar 2026 veröffentlicht wurde, definiert, wann Unternehmen als „Enhanced Firms“ gelten. So müssen Stablecoin-Emittenten eine durchschnittliche Summe von 65 Milliarden Pfund an Backing-Assets über einen Zeitraum von drei Jahren aufweisen, während Krypto-Verwahrer einen kombinierten Wert von 100 Milliarden Pfund an verwahrten Assets erreichen müssen. Zudem müssen mindestens 40% der Backing-Assets bei der Zentralbank liegen, während der Rest in britischen Staatsanleihen investiert werden soll. Dies soll dazu beitragen, dass Holder ihre Stablecoins im Verhältnis 1:1 gegen Pfund Sterling einlösen können.

Regulatory Sandbox und Testphasen

Im Rahmen des Regulatory Sandbox-Programms wurden insgesamt 20 Anträge für die Testung von Stablecoins eingereicht, aus denen die FCA vier Unternehmen ausgewählt hat: Monee Financial Technologies, ReStabilise, Revolut und VVTX. Dieses Programm ermöglicht es den Firmen, Stablecoin-Produkte unter realen Bedingungen zu testen, um wertvolle Erkenntnisse für die regulatorische Herangehensweise in Großbritannien zu gewinnen. Der Fokus der Tests liegt hauptsächlich auf der Emission von Stablecoins, mit Anwendungsfällen, die Zahlungen, Großhandelsabwicklung und Krypto-Handel umfassen.

Jede der ausgewählten Firmen wird Feedback von FCA-Spezialisten erhalten, um sicherzustellen, dass die neuen Regeln klar und effektiv sind. Matthew Long, Direktor für Zahlungen und digitale Vermögenswerte bei der FCA, hebt die Bedeutung der Unterstützung für britische Stablecoin-Emittenten hervor, um Vertrauen in Zahlungen, Abwicklung und Handel aufzubauen. Die Erkenntnisse aus den Tests werden in die finalen Regeln einfließen, die im Sommer 2026 veröffentlicht werden.

Schutzmaßnahmen und Limits

Ein weiterer wichtiger Aspekt der neuen Regelungen sind die Holding-Limits: Privatpersonen dürfen zwischen 10.000 und 20.000 Pfund an Stablecoins halten, während Unternehmen bis zu 10 Millionen Pfund halten dürfen. Im Falle einer Insolvenz sind die Assets durch einen Legal Trust geschützt, was zusätzlichen Schutz für die Anleger bieten soll. Es ist auch erwähnenswert, dass Stablecoins keine Zinsen für ihre Holder generieren, was eine bewusste Entscheidung der Regulierungsbehörden darstellt, um potenzielle Risiken zu minimieren.

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Die FCA hat zudem angekündigt, dass das Authorisation-Gateway im September 2026 für Lizenzierungsanträge öffnen wird. Alle Firmen, die in Großbritannien Krypto-Aktivitäten durchführen möchten, müssen ab Oktober 2027 unter dem neuen Regime autorisiert sein. Um potenziellen Antragstellern die Anforderungen näherzubringen, plant die FCA Webinare zur Autorisierung.

Die umfassenden Maßnahmen zur Regulierung von Stablecoins sollen nicht nur die Transparenz und Sicherheit in der Krypto-Welt erhöhen, sondern auch Kontagionsrisiken minimieren und die Integrität des Finanzsystems schützen. Diese Schritte sind Teil des breiteren Rahmens, den die Labour-Regierung unter dem traditionellen Finanzdienstleistungsregime verfolgt. Weitere Informationen zu den Entwicklungen in der Stablecoin-Regulierung finden Sie in den detaillierten Berichten der FCA und weiteren Quellen wie BTC-ECHO.