Heute ist der 20.04.2026 und die Regulierung der Kryptowährungen in den USA steht vor einem bedeutenden Umbruch. Mit Paul Atkins, der am 20. April 2026 den Vorsitz der SEC übernommen hat, wird eine neue Strategie verfolgt, die als „ACT“-Strategie bekannt ist. Diese basiert auf drei zentralen Säulen: „Advance“, „Clarify“ und „Transform“. Das Hauptziel dieser Strategie ist es, Krypto-Unternehmen zurück in die USA zu holen, nachdem viele ins Ausland abgewandert sind. Atkins bezeichnete den bisherigen Umgang mit digitalen Vermögenswerten als „fehlgeleitet“ und will nun hohe Kosten sowie schikanöse Rechtsstreitigkeiten anpacken.

Der erste Teil der „ACT“-Strategie, „Advance“, legt den Fokus auf die Modernisierung und Förderung von Innovation. Hierbei möchte die SEC als Partner für die Branche agieren, anstatt sie zu bestrafen. Der zweite Teil, „Clarify“, zielt darauf ab, klare Richtlinien für digitale Vermögenswerte zu schaffen, was auch eine gemeinsame Auslegungsmitteilung mit der CFTC beinhaltet. Diese Kooperation zwischen SEC und CFTC soll die Unsicherheiten in den Krypto-Bestimmungen verringern und sicherstellen, dass die meisten Krypto-Vermögenswerte nicht als Wertpapiere gelten müssen. Dies ist besonders relevant für Krypto-Startups, die unter einem Safe-Harbor-Plan von Atkins profitieren könnten.

Der Safe-Harbor-Plan für Krypto-Startups

Der Safe-Harbor-Plan sieht diverse Ausnahmen vor, die es Krypto-Unternehmen ermöglichen sollen, Kapital aufzunehmen, ohne sich nach den strengen Wertpapiergesetzen registrieren zu müssen. Dazu gehören eine „Startup-Ausnahme“, eine „Fundraising-Ausnahme“ und ein „Safe Harbor für Investmentverträge“. Solche Regelungen könnten den Regulierungsdruck erheblich verringern und dazu beitragen, dass innovative Krypto-Startups in den USA Fuß fassen können. Aktivitäten wie Mining, Einsätze und Krypto-Airdrops fallen nicht unter die Wertpapierdefinition, was zusätzliche Klarheit schafft.

Mit der Einführung neuer gemeinsamer Auslegungshinweise zur Regulierung von Krypto-Assets am 23. März 2026 wird die Klassifizierung von Kryptowährungen nun in digitale Rohstoffe, Sammlerstücke, Utility-Produkte, Stablecoins und digitale Wertpapiere unterteilt. Bitcoin und Ether werden als digitale Rohstoffe eingestuft, was bedeutet, dass sie nicht unter die strengen Auflagen für Wertpapiere fallen. Dies könnte sich positiv auf das Marktverhalten auswirken, das nach der Veröffentlichung der Leitlinien bereits schwankend reagierte.

Ein kohärenteres regulatorisches Umfeld

Die SEC und CFTC haben sich zum Ziel gesetzt, Zuständigkeitslücken zu schließen und Unsicherheiten zu verringern. Die neuen Richtlinien verlangen von Börsen und Plattformen, dass sie ihre Compliance-Pflichten je nach Spot- oder Derivatehandel erfüllen. Gleichzeitig wird die Aufsicht über digitale Wertpapiere verstärkt, was zu höheren Compliance-Kosten führen könnte. Die Reaktionen der Branche sind gemischt: Während einige die neuen Regelungen als Schritt in die richtige Richtung begrüßen, äußern andere Bedenken hinsichtlich der zusätzlichen finanziellen Belastungen.

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Insgesamt scheinen die Bestrebungen von Paul Atkins, die SEC als Partner für die Branche zu positionieren und gleichzeitig Anlegerschutz zu gewährleisten, auf fruchtbaren Boden zu fallen. Die bevorstehenden Kongressanhörungen zur Umsetzung dieser Leitlinien könnten weitere Klarheit bringen und die Regulierung digitaler Vermögenswerte nachhaltig verändern. Die SEC plant zudem, die Durchsetzung der neuen Regeln genau zu beobachten und gegebenenfalls anzupassen, um ein kohärenteres regulatorisches Umfeld für digitale Vermögenswerte in den USA zu schaffen.