In der dynamischen Welt der Blockchain-Technologie hat die Tokenisierung von Vermögenswerten einen bedeutenden Platz eingenommen. Besonders im Fokus steht dabei Dubai, das sich als Vorreiter in der Regulierung und Implementierung von virtuellen Vermögenswerten etabliert hat. Am 15. Februar 2026 befasst sich Irina Heaver, Partnerin bei NeosLegal, mit den neuesten Entwicklungen zur Tokenisierung realer Vermögenswerte (RWA) und den damit verbundenen Lizenzanforderungen für virtuelle Vermögensdienstleister (VASPs) während der Consensus Week in Hongkong. Weitere Informationen finden Sie auf Chainwire.

Heaver hebt hervor, dass die Ausgabe von RWA-Token und deren Listung auf Sekundärmärkten nun eine regulatorische Realität in Dubai und den VAE ist. Diese Entwicklung ist ein Resultat der aktualisierten Richtlinien der Virtuellen Vermögensaufsichtsbehörde (VARA), die am 19. Mai 2025 veröffentlicht wurden. Marktteilnehmer haben bis zum 19. Juni Zeit, um sich den neuen Regeln anzupassen. Diese neuen Bestimmungen klären nicht nur die Vorschriften für Emittenten, sondern bringen auch mehr Aufsicht und Konsistenz in die regulierten Aktivitäten.

Die Neuerungen der VARA

Eine der signifikanten Änderungen in den neuen Regelungen ist die regulatorische Klarheit bezüglich RWA-Token. Laut Heaver sind RWAs eine grundlegende Schicht für die institutionelle Akzeptanz von Blockchain und virtuellen Vermögenswerten. Die neuen Regeln kategorisieren RWAs als Asset-Referenced Virtual Assets (ARVA) Tokens, die das Eigentum an realen Vermögenswerten repräsentieren und darauf ausgelegt sind, einen stabilen Wert zu halten.

Um ARVA-Token auszugeben, müssen die Emittenten eine Kategorie 1-Lizenz für die Ausgabe virtueller Vermögenswerte beantragen, einen umfassenden Whitepaper bereitstellen und eine Risikoffenbarung einfügen. Die Anforderungen an das eingezahlte Kapital liegen bei 1,5 Millionen AED (ungefähr 408.000 USD) oder 2 % der Reservevermögen. Zudem unterliegen die Emittenten monatlichen unabhängigen Audits und einer fortlaufenden Aufsicht.

Tokenisierung als Schlüsseltechnologie

Die Tokenisierung selbst ist ein faszinierendes Konzept, das die Umwandlung von Eigentumsrechten und Ansprüchen bestimmter Vermögenswerte in digitale Form beschreibt. Man unterscheidet zwischen fungiblen Vermögenswerten, wie Geld oder Gold, und nicht fungiblen Vermögenswerten, wie Kunstwerken. Auch immaterielle Vermögenswerte, wie Patente und Urheberrechte, können tokenisiert werden. Die Vorteile der Tokenisierung sind vielfältig: Sie bietet die Möglichkeit zur Fraktionierung nicht fungibler Vermögenswerte, erhöht die Liquidität und verbessert den Zugang zu Finanzdienstleistungen, insbesondere für unbanked Personen.

Allerdings gibt es auch Herausforderungen. Unklare regulatorische Rahmenbedingungen und Sicherheitsrisiken durch Cyberangriffe sind ständige Begleiter in der Welt der Tokenisierung. Umso wichtiger ist die Zusammenarbeit zwischen Innovatoren und Regulierungsbehörden, um klare Rahmenbedingungen zu schaffen, die das Potenzial dieser Technologie voll ausschöpfen können.

Insgesamt eröffnet die Tokenisierung neue Investitionsmöglichkeiten und fördert die finanzielle Inklusion. Wir können gespannt sein, wie sich die Entwicklungen in Dubai und der gesamten Region weiter entfalten werden, während die Welt die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie weiterhin erkundet.