In den letzten Wochen hat sich der CBOE Volatility Index, besser bekannt als $VIX, stark verändert. Dieser Index, der als „Angstindex“ bezeichnet wird, ist von unter 17 Ende Januar auf fast 24 gestiegen, was einem Anstieg von 40% innerhalb von nur fünf Wochen entspricht. Solche Bewegungen sind in der Regel ein Zeichen für erhöhte Nervosität unter den Anlegern und sind oft das Resultat geopolitischer Spannungen. Aktuelle militärische Eskalationen im Nahen Osten haben dazu beigetragen, dass die Märkte in Unruhe geraten sind. Dies hat auch Auswirkungen auf die großen Indizes wie den Dow Jones ($DOWI) und den S&P 500 Index ($SPX), die von ihren Höchstständen im Februar gefallen sind. Quelle.

Die steigenden Volatilitätswerte haben dazu geführt, dass viele Investoren die Idee der Volatilität nicht nur als statistisches Maß, sondern als handelbare Anlageklasse erkennen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, von einem steigenden VIX zu profitieren oder sich abzusichern. Die drei am häufigsten verwendeten börsengehandelten Produkte (ETFs) sind: der ProShares VIX Short-Term Futures ETF (VIXY), der ProShares VIX Mid-Term Futures ETF (VIXM) und der ProShares Ultra VIX Short-Term Futures ETF (UVXY). Während VIXY auf kurzfristige VIX-Futures setzt und sehr sensibel auf plötzliche VIX-Spitzen reagiert, bietet VIXM Zugang zu mittelfristigen VIX-Futures und ist stabiler bei längeren Halteperioden. UVXY hingegen bietet eine 1,5-fache Hebelwirkung und ist eher für erfahrene Trader geeignet, die während eines Marktrückgangs ihre Renditen steigern möchten.

Geopolitische Faktoren und Marktentwicklung

Die Ursachen für die aktuelle Volatilität sind vielfältig und reichen von geopolitischen Spannungen bis hin zu Inflationsdruck. Im Jahr 2024 gab es zwar einen Rückgang der Volatilität, aber die geopolitischen Konflikte, insbesondere der Russland-Ukraine-Krieg, haben die Marktvolatilität wieder angeheizt. Historisch gesehen tendieren militärische Konflikte dazu, VIX-Spitzen um 30-50% stärker zu verstärken als nicht-militärische geopolitische Ereignisse. Diese Entwicklungen führen nicht nur zu Unsicherheiten an den Märkten, sondern auch zu einer Anpassung der Anlagestrategien der Investoren, die Resilienz über Wachstum priorisieren, während der VIX steigt. Quelle.

Zusätzlich zeigen historische Analysen, dass übermäßige positive Korrelationen zwischen Aktien und divergierenden Gold-Aktien-Trends oft vor größeren Marktkorrekturen auftreten. Gold hat sich in Zeiten der Unsicherheit als sicherer Hafen erwiesen und zeigt eine negative Korrelation zu Aktien. Defensive Sektoren wie Konsumgüter, Gesundheitswesen und Versorgungsunternehmen bieten Stabilität in volatilen Zeiten. Strategen von JPMorgan erwarten, dass der VIX im Jahr 2025 unter dem langfristigen Median von 17,6 bleibt, doch fundamentale Risiken, wie politische Veränderungen und unerwartete geopolitische Ereignisse, könnten die Märkte weiterhin beeinflussen.

Der VIX und seine Berechnung

Der $VIX wird auf Basis von SPX-Optionen berechnet, wobei nur Kontrakte mit einer Restlaufzeit zwischen 23 und 37 Tagen berücksichtigt werden. Eine lineare Interpolation wird verwendet, um eine 30-tägige erwartete Volatilität zu berechnen. In dieser Berechnung fließen sowohl Call- als auch Put-Optionen ein, wobei der Fokus auf Out-of-the-Money-Optionen liegt. Diese Optionen haben keinen inneren Wert, da ihr Ausübungspreis aus heutiger Sicht unattraktiv ist, und ihre Preise reflektieren Unsicherheit und Risiko. In Phasen erhöhter Marktunsicherheit steigt die Nachfrage nach Out-of-the-Money-Puts, um sich gegen Kursrückgänge abzusichern. Quelle.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die aktuelle Marktlage durch viele Unsicherheiten geprägt ist, die durch geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Faktoren verstärkt werden. Investoren sollten sich der Risiken und Chancen bewusst sein, die mit einem steigenden VIX verbunden sind, und ihre Anlagestrategien entsprechend anpassen.