Heute ist der 24.02.2026. In der Welt der Daten- und Analysesoftware steht ein wichtiges Ereignis bevor: Snowflake (NYSE:SNOW) wird am Mittwoch nach Börsenschluss die Quartalszahlen bekanntgeben. Im letzten Quartal konnte das Unternehmen die Umsatzprognosen der Analysten übertreffen, mit einem beeindruckenden Umsatz von 1,21 Milliarden USD, was einem Anstieg von 28,7% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch die EBITDA-Schätzungen wurden übertroffen. Ein weiteres Highlight war die Gewinnung von 34 Unternehmenskunden, die jährlich mehr als 1 Million USD zahlen, sodass die Gesamtzahl der Kunden auf 688 steigt. Für das aktuelle Quartal wird ein Umsatzwachstum von 27,4% im Vergleich zum Vorjahr erwartet, was mit dem Anstieg im gleichen Quartal des Vorjahres übereinstimmt. Analysten haben ihre Schätzungen in den letzten 30 Tagen weitgehend bestätigt. Snowflake hat in der Vergangenheit oft die Erwartungen von Wall Street übertroffen.
Doch nicht alle Unternehmen im Bereich Daten- und Analysesoftware haben so positive Nachrichten. Einige Wettbewerber haben bereits ihre Q4-Ergebnisse veröffentlicht: Commvault verzeichnete ein Umsatzwachstum von 19,5%, übertraf damit die Erwartungen um 4,9%, jedoch fiel der Aktienkurs um 30,5%. Palantir Technologies hingegen meldete eine Umsatzsteigerung von 70%, übertraf die Erwartungen ebenfalls um 4,9%, woraufhin der Aktienkurs um 6,8% stieg. Generell haben die Aktien im Bereich Daten- und Analysesoftware im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld Schwierigkeiten, mit einem durchschnittlichen Rückgang von 22% in den letzten 30 Tagen. Snowflake selbst ist in diesem Zeitraum um 25,2% gefallen, bei einem aktuellen Analystenpreisziel von 266,02 USD, während der Aktienkurs derzeit bei 157,62 USD liegt.
Finanzielle Ergebnisse und Ausblick
In einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung berichtete Snowflake über die finanziellen Ergebnisse für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2025, das am 31. Januar 2025 endete. Der Umsatz im vierten Quartal betrug 986,8 Millionen USD, was einem Wachstum von 27% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders bemerkenswert ist der Produktumsatz von 943,3 Millionen USD, der einen Anstieg von 28% im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Zudem weist Snowflake eine beeindruckende Net Revenue Retention Rate von 126% auf.
Ein Blick auf die Anzahl der Kunden zeigt, dass 580 Kunden über 1 Million USD an Produktumsatz in den letzten 12 Monaten generiert haben, was einem Anstieg von 27% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Darüber hinaus hat das Unternehmen 745 Kunden aus den Forbes Global 2000 gewonnen, was einen Anstieg von 5% im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Remaining Performance Obligations (RPO) belaufen sich auf 6,9 Milliarden USD, was einem Anstieg von 33% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der GAAP Produkt-Bruttogewinn im vierten Quartal betrug 670,1 Millionen USD, was einer Marge von 71% entspricht.
Marktentwicklung und Herausforderungen
Die IT-Branche in Deutschland trägt zur wachsenden Nachfrage nach Daten- und Analysesoftware bei, die aufgrund der Digitalisierung boomt. Mit einem Umsatz von rund 153 Milliarden Euro ist die Branche ein bedeutender Wirtschaftszweig, der über 96.000 Beschäftigte umfasst. Besonders hervorzuheben ist der Bereich Cloud-Computing, der in den letzten Jahren erheblich gewachsen ist. Viele Geschäftsführer:innen und IT-Fachkräfte nutzen bereits Cloud-Dienste, was die Nachfrage nach Unternehmen wie Snowflake weiter antreibt.
Allerdings kämpft die Branche auch mit Herausforderungen wie einem Fachkräftemangel und Lieferengpässen bei Halbleitern, die die Produktion beeinträchtigen. Trotz dieser Schwierigkeiten zeigt der Umsatz mit Softwareprodukten in Deutschland für 2024 einen Höchstwert von 48,1 Milliarden Euro. Die Prognosen für 2026 deuten auf einen neuen Rekordwert im Hardware-Segment hin, was die Dynamik in der IT-Branche weiter verstärken könnte.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie Snowflake bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen abschneiden wird und welche Auswirkungen die aktuellen Marktentwicklungen auf das Unternehmen haben könnten. Die nächsten Tage könnten entscheidend für die Richtung sein, in die sich das Unternehmen und die gesamte Branche bewegen.