Heute ist der 9.03.2026 und wir werfen einen Blick auf die spannende Welt der perpetual futures, die zunehmend in die traditionelle Finanzwelt Einzug halten. Diese Handelsinstrumente, auch bekannt als „perps“, sind seit ihrer Einführung ein entscheidender Bestandteil der Krypto-Industrie. Bis 2025 waren sie für US-basierte Trader auf regulierten Plattformen weitgehend unzugänglich. Doch das hat sich geändert: 2025 machten die perpetual futures fast 70% des gesamten Bitcoin-Handelsvolumens aus, was zu einem beeindruckenden Handelsvolumen von 7,7 Billionen Dollar führte – ein drastischer Anstieg von 1,9 Billionen Dollar in den vier Jahren zuvor. Der Trend der perpetual futures setzte sich 2026 fort, als das Handelsvolumen auf On-Chain-Protokollen 1,6 Billionen Dollar erreichte und auf dem besten Weg ist, den Rekord des Vorjahres zu übertreffen.
Die Bedeutung der perpetual futures zeigt sich auch in den Berichten der wichtigsten zentralisierten Plattformen: 2025 meldeten die Top 10, darunter Binance, ein Handelsvolumen von 84,2 Billionen Dollar. Mike Selig, der Vorsitzende der US Commodity Futures and Trading Commission, hat angekündigt, dass bald auch in den USA Krypto-perpetual-futures angeboten werden. Die Cboe Global Markets und Coinbase Derivatives haben im letzten Jahr neue Produkte eingeführt, die eine permanente Exposition gegenüber Bitcoin und Ethereum ermöglichen. Auch die Derivate-Sparte der Singapore Exchange hat den Handel mit Bitcoin und Ether-Permanent-Futures eingeführt.
Die Vorteile der perpetual futures
Perpetual futures erlauben es Händlern, gehebelte Positionen einzugehen, ohne sich um Fälligkeitstermine kümmern zu müssen. Im Gegensatz zu konventionellen Futures, die festgelegte Ablaufdaten haben und einen Roll-over der Verträge erfordern, bieten perpetual futures die Flexibilität, die viele Trader suchen. Dies führt zu einer konzentrierten Liquidität und einem besseren Nutzererlebnis. Die Finanzierungssätze in perpetual Verträgen sind Gebühren, die zwischen Long- und Short-Positionen gezahlt werden, um den Preis des zugrunde liegenden Vermögenswerts zu verfolgen. Positive Finanzierungssätze können darauf hindeuten, dass die Nachfrage nach Long-Positionen steigt, was dazu führen kann, dass die perpetual Preise über den Spotpreisen liegen.
Allerdings sind diese Märkte nicht ohne Risiken. Eine bedeutende Liquidation fand am 10. Oktober statt, bei der fast 19,2 Milliarden Dollar liquidiert wurden, was über 1,6 Millionen Trader betraf. In stark gehebelten Märkten besteht das Risiko von Liquidationen, wenn die Sicherheiten unter die erforderlichen Niveaus fallen. Zudem besteht ein gewisses Gegenparteirisiko in Krypto-Protokollen, insbesondere in Anbetracht der vergangenen Vorfälle von Hacks und Smart-Contract-Exploits.
Die Rolle von Derivaten und die Marktbedingungen
Derivate, einschließlich perpetual swaps, sind entscheidend für die Preisfindung und das Verständnis der Marktstimmung. Laut CoinMarketCap kann der Derivatemarkt, der die Erwartungen der Anleger erfasst, durch verschiedene Faktoren wie Finanzierungssätze, offene Interessen und Liquidationsdynamik beeinflusst werden. Dies zeigt sich auch in den Handelsströmen und der Liquidität, die durch den Handel mit tokenisierten Real World Assets (RWAs) entstehen.
Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass der Derivatemarkt für perpetual futures im Jahr 2026 eine Rekordreife erreichte, mit Bitcoin-Handelsvolumina, die täglich 100 Milliarden Dollar erreichten. Die institutionelle Nachfrage nach Ethereum und die Finanzierungssätze sind wichtige Treiber des Marktes. Im Jahr 2025 dominierte der Derivatemarkt mit etwa 61 Billionen Dollar an Futures-Volumen, während das Spotvolumen nur etwa 18 Billionen Dollar betrug.
Ausblick auf die Zukunft
Die Zukunft der perpetual futures sieht vielversprechend aus. Prognosen deuten darauf hin, dass der Bitcoin-Preis möglicherweise auf 500.000 Dollar steigen könnte, während gleichzeitig eine Zunahme der Regulierung für On-Chain-Derivate erwartet wird. Die dezentrale Handelslandschaft gewinnt ebenfalls an Bedeutung, mit einem Anstieg des on-chain perpetual Volumens von 6,34% im Januar 2025 auf 16,51% im Januar 2026. Die Top fünf dezentralen Protokolle für perpetuals zeigen beeindruckende Handelsvolumina und eine wachsende Nutzerbasis.
Insgesamt haben perpetual futures das Potenzial, die Art und Weise, wie Vermögenswerte gehandelt werden, zu revolutionieren und bieten sowohl Chancen als auch Herausforderungen für Trader. Die Entwicklung in diesem Bereich bleibt spannend und wir werden weiterhin die Entwicklungen genau beobachten.