Am 9. Februar 2026 fand im Conrad Hong Kong der „Institutional Payment & On-Chain Financial Infrastructure Summit“ statt. Zu diesem Treffen hatten sich zahlreiche Branchenführer versammelt, darunter Vertreter von Conflux, SlowMist, Hex Trust, Tevau und AWS. Gemeinsam mit Cregis, Stable, Jsquare und FutureCloud diskutierten sie über die Zukunft von Stablecoins, institutionellen Zahlungen und die Entwicklung einer sicheren, konformen On-Chain-Finanzinfrastruktur. Der Markt für Stablecoins hat mittlerweile eine Marktkapitalisierung von über 100 Milliarden US-Dollar überschritten, und die Akzeptanz von On-Chain-Zahlungen bewegt sich unaufhörlich in Richtung Mainstream.
Besonders hervorzuheben sind die Äußerungen von Aaron Zhang, dem CTO von Cregis, der die Notwendigkeit betonte, die On-Chain-Finanzinfrastruktur zu skalieren. Er wies darauf hin, dass eine sichere und compliant Verwaltung digitaler Vermögenswerte für Unternehmen von entscheidender Bedeutung sei. Cregis selbst agiert bereits in über 50 Ländern und betreut nahezu 3.500 Unternehmenskunden, dabei kann das Unternehmen auf eine Null-Incident-Sicherheitsbilanz blicken.
Paneldiskussionen und Herausforderungen
Die Veranstaltung beinhaltete mehrere Podiumsdiskussionen, darunter die erste mit dem Titel „Payments & Stablecoins as Financial Infrastructure“, moderiert von Noah Frankel von Jsquare. Unter den Sprechern waren Brian Mehler von Stable, Andy Liu von Tevau und Esther Jiang von Conflux. Hier wurden die Herausforderungen der institutionellen Akzeptanz erörtert, insbesondere das sogenannte „Last Mile“-Problem bei grenzüberschreitenden Zahlungen und der Mangel an regulatorischen Lizenzen für Stablecoins in einigen Regionen. Zukünftige Märkte könnten jedoch lokal konforme Stablecoins auf den Markt bringen.
Die zweite Podiumsdiskussion, moderiert von Rony Dahan von Vesta Capital, beleuchtete das Thema „Security & Compliance in On-Chain Financial Systems“. Hier kamen Experten wie Blue Yang von SlowMist und Giorgia Pellizzari von Hex Trust zu Wort. Ein zentraler Punkt war, dass die meisten Sicherheitsvorfälle auf operationale Fehler und nicht auf technische Angriffe zurückzuführen sind. Die Teilnehmer waren sich einig, dass es etablierte Sicherheitsstandards und Compliance-Richtlinien benötigt, um institutionelle Anforderungen zu erfüllen.
Regulatorische Entwicklungen und Zukunftsausblick
Die regulatorische Landschaft für Stablecoins ist komplex und variiert stark je nach Jurisdiktion. Laut dem GENIUS Act, der im Juli verabschiedet wurde, wird ein regulatorischer Rahmen für Stablecoins geschaffen, der sie als Anlageklasse legitimiert. Treasury Secretary Besant hat außerdem angedeutet, dass Stablecoins zu bedeutenden Käufern von US-Schatzanweisungen werden könnten. Aktuell macht der Markt für fiat-gestützte Stablecoins etwa 300 Milliarden US-Dollar aus, mit Wachstumsmöglichkeiten bis zu 1 Billion US-Dollar.
Die Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt, sind zahlreich. Sie reichen von regulatorischen Bedenken über die Einhaltung von KYC- und AML-Anforderungen bis hin zu den Risiken illegaler Aktivitäten. Ein starkes Risikomanagement und Governance-System ist unerlässlich, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Emittenten von Zahlungstablecoins müssen sich kontinuierlich mit den sich ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen auseinandersetzen, um Vertrauen und Stabilität zu gewährleisten.
Fazit
Cregis strebt an, die Entwicklung einer interoperablen, compliance-orientierten Infrastruktur in Zusammenarbeit mit Partnern im Ökosystem voranzutreiben. Die Veranstaltung hat deutlich gemacht, dass die Branche eine hybride Lösung aus globalen und lokal konformen Stablecoins benötigt. Ein geregelter Rahmen könnte Banken die Möglichkeit geben, zuverlässige Lösungen zu entwickeln und die betriebliche Effizienz durch schnellere und sicherere Zahlungen zu steigern. Mit der zunehmenden Akzeptanz von Stablecoins steht die traditionelle Zahlungsinfrastruktur vor großen Herausforderungen und Chancen.
Für weitere Informationen zu den Themen Stablecoins, regulatorische Rahmenbedingungen und die Zukunft des Zahlungsverkehrs empfiehlt sich ein Blick auf die ausführlichen Analysen von TradingView, J.P. Morgan und Deloitte.